Erfahrungsbericht - Kehlkopf

Mein Sohn ist 16 Jahre alt, Rechtshänder und begeisterter Radsportler. Er fährt in seiner Altersklasse Bundesliga in Deutschland und war bereits zweimaliger Deutscher Meister auf der Straße und der Radbahn. Diese kurze Erklärung ist notwendig um den Konflikt besser zu verstehen.

Zu Weihnachten hat er ein neues Schulfahrrad bekommen. Es ist ein spezielles Rad, ein sogenanntes Singlespeedrad mit schmalen Reifen und nur einem Gang. Wenn man das Hinterrad von rechts auf links dreht kann das Rad auch als Fixie gefahren werden, das heißt mit starrem Gang. Im Grunde ist das Fahren mit starrem Gang kein Problem, man muß nur permanent treten. Für meinen Sohn eigentlich kein Thema, er trainiert regelmäßig mit einem ähnlichen Rad auf der Radbahn.

Freitagmorgen, 7.50 Uhr -wie immer zeitlich knapp bemessen- tritt der Bursche auf die Pedale um noch rechtzeitig in die Schule zu kommen. Nach 10 Minuten geht die Haustüre wieder auf und er steht zittrig und blaß im Türstock. Die Jacke aufgescheuert und er hält sich den Arm. Auf mein Nachfragen erzählt er mir dass er sich mit seiner Jeans gerade richtig übel im Sattel verhakt hat, seinen Hinter befreien wollte und kurzfristig vergessen hat weiter zu treten. Das Rad reagiert natürlich sofort, sprich das Hinterrad blockiert, kommt hoch und er fliegt über die etwas eisige Straße. Was ein Glück, dass er noch in der Straße vor unserem Haus war, dort ist kein Verkehr.

Er hat sich mega erschrocken, dass ihm dem großen Rennfahrer so ein banaler Fehler passieren kann. Zudem war ihm klar welches Glück er gerade hatte, dass kein LKW hinter ihm war.

Als Mutter habe ich ihn erstmal beruhigt, getröstet, Tee gekocht und von der Schule befreit. Wir haben geredet über die Gefahren des Radfahrens im Allgemeinen, aber speziell auch über das Fixie. Ich war von Anfang an dafür, dass er das Rad wendet und ganz normal fährt, sprich verkehrssicher. Zur Schule fahren wir ja keine Rennen.... Aber ich konnte mich bis zu diesem Moment gegen meinen Mann und ihn nicht durchsetzen. Das änderte sich jetzt schlagartig, er versprach mir noch am selben Tag das Rad umzubauen. So tief saß der Schreck.

Und, wie sie so sind, er hat es vergessen und bis Montagmorgen war nix gemacht. Da war ich etwas sauer und ließ ihn nicht auf das Rad steigen, er musste mit dem Bus in die Schule fahren. Am Mittwoch beim Mittagessen bitte ich ihn, er möge jetzt subito nach dem Essen das Rad endlich umbauen, dann kann er ab Donnerstag auch wieder zur Schule radeln. Er ist in den Keller, hat umgebaut, wir haben nicht weiter darüber nachgedacht, alles gut.

Am Abend spricht er mit etwas kratziger Stimme, am Donnerstag räusperte er sich häufig, fühlte sich matt und meinte nach dem Training, dass er gar nicht weiß wieso, aber es ging gar nix, er ist so platt ... Am Freitag kam er mit Schal und kleinen Augen zum Frühstück. Permanentes Räuspern, Husten, und immer wieder Schleimabsonderungen im Rachen plagen ihn.

Mittags sind wir systematisch die letzten 14 Tage nach allen "Schrecken" durchgegangen. Auf den geschilderten Vorfall sind wir eigentlich erstmal gar nicht gekommen. Erst als ich gesagt habe, er muß am Mittwoch den Schrecken gelöst haben, was hast du gelöst mein Kind?, da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Das Rad, er hat das Rad umgebaut. Jetzt weiß er er hat noch 2 Tage, dann ist alles wieder gut. Und er hat wieder einen Fall selbst gelöst, das freut mich am meisten! Früh übt sich. Unser Ziel muß es sein den Kindern das Wissen um Entstehung und Heilung von Krankheiten als Rüstzeug für ein selbstbestimmtes, freies und qualitatives Leben mit auf den Weg zu geben.

Wie gut wenn man an so kleinen Situationen übt zu Suchen und zu Finden. Es wird hoffentlich Routine im Alltag sein, wenn er groß ist. Weil irgendwas ist ja immer.

Vielen Dank an sie liebe Familie Pilhar und an Dr. Hamer für ihr unermüdliches Schaffen, und die Akribie mit der sie alle diese faszinierenden Zusammenhänge herausgefunden und öffentlich gemacht haben.

Viele Grüße aus München,
Katrin

Anmerkung von H.Pilhar

Ein glasklarer Erfahrungsbericht! Danke!

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Quelle: www.germanische-heilkunde.at
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